Kinder und Jugendliche von Eltern, die Alkohol oder Drogen zu sich nehmen, haben oft ähnliche Schwierigkeiten.

Oft weißt du nicht, wann du dich auf deine Eltern verlassen kannst, da du nie weißt, ob und wann sie zugedröhnt sind.

Deine Eltern haben dich lieb, auch wenn sie das oft nicht zeigen können.

Deine Eltern brauchen Hilfe, aber nicht von Dir. Du bist nicht verantwortlich. Deine Eltern müssen sich erst um sich selbst kümmern, damit sie sich wieder besser um dich kümmern können. Wahrscheinlich haben deine Eltern Probleme, die gar nichts mit dir zu tun haben und sie denken, dass sie mit Drogen oder Alkohol ihre Probleme vergessen.
Aber Du weißt genauso wie deine Eltern: Probleme lassen sich nicht ertränken, Probleme muss man lösen oder zumindest anerkennen. Du kannst deinen Eltern nicht helfen, das müssen sie schon selbst machen.

Aber du kannst Dir für dich Unterstützung holen. Wenn Du mit Deinen Eltern nicht sprechen magst, kannst Du dich an eine vertraute LehrerIn wenden. Du kannst die Eltern deiner Freundin oder deines Freundes ansprechen, um dich mal auszuquatschen. Du kannst zum Jugendamt gehen – vielleicht mit einer anderen Person, der Du vertraust. Wenn Du zum Jugendamt gehst, heißt das nicht unbedingt, dass du ins Heim kommst. Es gibt verschiedene Arten von Unterstützung. Deine Eltern können Hilfe erhalten und Du kannst jemanden haben, mit dem Du regelmäßig sprechen kannst.

Aber auch wenn Du wegen der Zustände zu Hause nicht mehr zu Hause leben willst, gibt es Möglichkeiten. Das kann vorübergehend sein, bis deine Eltern wieder klar kommen oder auch für länger.

Sprich mit jemandem. Scheu Dich nicht anderen von den Problemen deiner Eltern zu erzählen.

Kaum eine Familie ist „normal“. Einige Eltern sind seelisch krank, einige haben eine körperliche Krankheit, Eltern sind arbeitslos und arm, andere arbeiten so viel, dass Du sie gar nicht siehst in der Woche und am Wochenende sind sie so erschöpft, dass du auch nix mit ihnen anfangen kannst. Es gibt in vielen Familien Schwierigkeiten und auch Deine Eltern brauchen sich nicht zu schämen, Hilfe anzunehmen.

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