KISS steht für "Kontrolle im selbstbestimmten Substanzkonsum"

KISS ist ein verhaltenstherapeutisches Selbstmanagementprogramm ("Behavioral Self-Control Training") zur gezielten Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen (Körkel & GK Quest, 2005).

Es besteht aus 12 strukturierten Sitzungen, in denen das Führen eines Konsumtagebuches, das Festlegen von wöchentlichen Konsumzielen, das Erkennen und Bewältigen von Risikosituationen, der Umgang mit "Ausrutschern" u.a. vermittelt werden.
KISS kann sowohl mit Einzelpersonen als auch in Gruppen durchgeführt werden.

 

Definition: Kontrollierter Konsum

Selbstkontrollierter Konsum psychoaktiver Substanzen liegt vor, wenn eine Person ihren Substanzgebrauch an einem zuvor festgelegten Konsumplan bzw. Konsumregeln ausrichtet.
Selbstkontrollierter Konsum bezeichnet also einen disziplinierten, geplanten und limitierten Substanzgebrauch.

Ziele von KISS

  1. Bewusstmachung des Umgangs mit psychoaktiven Substanzen (inkl. Alkohol und Tabak)
  2. Stärkung der Änderungsmotivation
  3. Aufbau von Selbstmanagementfertigkeiten zur Konsumreduktion/-beendigung für vom KonsumentIn ausgewählte Substanz(en)

Merkmale von KISS

  1. Reduktion oder Abstinenz als Ziel möglich.
  2. Als Einzel- oder Gruppenprogramm durchführbar.
  3. Menschenbild der Humanistischen Psychologie (Ambivalenzmodell ["Sucht macht Sinn"])
  4. Respekt vor Gewordensein des KonsumentIn
  5. Respektierung der Entscheidungsautonomie des KonsumentIn
  6. Klare Programmstruktur entsprechend verhaltenstherapeutischen Selbstmanagementprogrammen                                                               
  7. Schrittweise Veränderung in 12 Modulen